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Kapital für bayerische Startups

Gleich zwei bayerische Startups haben Finanzierungsrunden in zweistelliger Millionenhöhe verkündet: Scoutbee aus Würzburg und Personio aus München sammeln insgesamt über 120 Millionen Euro ein.

Davon kann scoutbee 54 Millionen Euro auf sein Konto verbuchen - es beteiligen sich der Londoner VC Atomico, Lakestar (der Fonds des deutschen Investors Klaus Hommels) und Siemens Next47. Mit dem neuen Kapital ist das Team um Gregor Stühler weiter auf Wachstumskurs: innerhalb eines Jahres soll sich die Zahl der Mitarbeiter auf 220 fast verdoppeln, man gibt Vollgas beim Büroaufbau in Washington, und das über die scoutbee-Plattform vermittelte Einkaufsvolumen soll auf 100 Milliarden Euro im Jahr 2021 steigen. 

 

Durch eine intelligente Kombination aus künstlicher Intelligenz und Big Data kann scoutbee den globalen Lieferantenmarkt transparent abbilden. Die Technologie erleichtert Einkäufern in Unternehmen die Suche nach den günstigsten Lieferanten - zu der langen Liste an prominenten Kunden des Unternehmens gehören Marktgrößen wie Audi, Airbus und Bosch.  

 

Auch Personio kann eine Kapitalspritze über 68 Millionen Euro verbuchen. Bei dem Personalsoftware-Startup aus München steigen in dieser Serie C neu ein der internationale Investor Accel, der bereits in Unternehmen wie Slack und Facebook investierte und den Streaming-Dienst Spotify beim Börsengang begleitete. Dazu kommen Lightspeed Venture Partners und Lars Dalgaard als renommierter Privatinvestor. Die bisherigen Geldgeber Index Ventures, Northzone, Global Founders Capital und Picus Capital beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde. 

 

Das erneute Investment kommt zu einer Zeit, in der Personio weiter stark wächst und in zusätzliche Märkte expandiert. So hat sich der Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten knapp verdreifacht, während sich die Mitarbeiterzahl auf über 350 mehr als verdoppelt hat. Für 2020 ist ein Wachstum auf 700 Mitarbeiter an drei Standorten geplant.