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Gründerland.Bayern-Newsletter – April 2018
   
 

Liebe Freundinnen und Freunde von Gründerland.Bayern,

kaum ein Bereich der heimischen Wirtschaft zeigt sich in diesen Wochen so spannend und schwungvoll wie die Start-up-Szene des Freistaats: Wir hätten genug tolle Neuigkeiten für mehrere Newsletter ... und haben daraus drei feine Themen aus Franken, Schwaben und Oberbayern für Euch ausgewählt. Zudem haben wir den neuen Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer zu seinem Blick auf das Gründerland.Bayern befragt.

Wie Wissenschaft, Start-ups und etablierte Unternehmen durch zielgerichtete Vernetzung voneinander profitieren können, darüber sprachen wir mit dem Geschäftsführer des Digitalen Zentrums Schwaben (DZ.S) am Beispiel der dynamischen Kooperationen mit den Hochschulen in Augsburg und Kempten.Ein großer

Erfolg für den Nürnberger ZOLLHOF: Gleich drei Unternehmen des Digitalen Gründerzentrums wurden aus über 40 bundesweiten Bewerbungen für die erste Pitch Night der Digital Hub Initiative des BMWi unter die besten zehn gewählt. Auf großer Bühne in Berlin nutzten sie mit souveränen Vorträgen die Chance, neue Investoren für ihre Geschäftsideen zu begeistern.

Und aus München schließlich kommt die Erfolgsgeschichte von Fazua, des Herstellers für E-Bike-Antriebe, dessen innovative, flexible und besonders leichte Technologie speziell auf sportliche Ansprüche zugeschnitten ist.

Viel Spaß beim Lesen, Informieren und Entdecken!

Euer Gründerland.Bayern-Team

 
Drei Fragen an Bayerns neuen Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer
Franz Josef Pschierer über Visionen, Ziele und Schwerpunkte seiner Arbeit als neuer Wirtschaftsminister für den Gründerstandort Bayern. ©STMWi
 
   
 

Warum sind Ihnen die Gründer so wichtig?

Mir geht es dabei um zweierlei: Erstens stehen Gründer für innovative Ideen und neue Geschäftsmodelle. Start-ups tun sich dabei oftmals leichter als etablierte Unternehmen, die in einem positiven Sinne nicht so radikal sein können. Angesichts des zunehmenden internationalen Wettbewerbs brauchen wir diese Erneuerung, um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu sein. Zweitens schaffen erfolgreiche Gründer attraktive Arbeitsplätze, häufig abseits der großen Ballungszentren, und tragen künftig zum Wirtschaftswachstum bei. Aktive Gründerpolitik ist also auch Standortpolitik.

Welche neuen Impulse können wir von Ihnen erwarten?

Ich bin ja nicht neu im Wirtschaftsministerium. Ministerin Aigner und ich haben in den vergangenen Jahren auch schon viel für die bayerische Gründerszene erreicht – etwa die digitalen Gründerzentren in ganz Bayern. Darauf möchte ich aufbauen und nach Möglichkeit das Tempo noch erhöhen. Es wird jetzt darum gehen, die Gründerzentren stärker untereinander zu vernetzen, um Synergien zu schaffen. Zudem geht es um Coaching-Maßnahmen, die BayStartUP seit kurzem bayernweit mit hoher Qualität anbietet. Und ich will, dass die Gründerszene in Bayern viel stärker gesehen wird. Wir sind noch viel zu bescheiden. Ich werde also ganz aktiv für den Gründerstandort werben – auch international können wir uns messen! Daher werde ich auch die Internationalisierung vorantreiben. Insbesondere, was die Erschließung neuer Märkte für bayerische Gründer angeht. Ich möchte aber auch vielversprechende Start-ups aus dem Ausland von unseren Angeboten überzeugen und motivieren, nach Bayern zu kommen. Beim Thema Finanzierung gibt es noch Luft nach oben. Deswegen werde ich prüfen, wie wir unseren erfolgreichen Wachstumsfonds Bayern weiter optimieren können. Und zusammen mit dem Bund gehen wir das Thema Entbürokratisierung und Wagniskapital an.

Was sind Ihre Ziele für das Gründerland.Bayern?

Bayern war im vergangenen Jahr wieder Spitzenreiter bei der Gründerdynamik – vor Berlin. Mein Ziel ist, dass wir diesen Spitzenplatz weiter ausbauen, vor allem bei substanzhaltigen Gründungen, die auch langfristig erfolgreich sind. Außerdem möchte ich, dass wir international als der ausgezeichnete Gründerstandort erkannt werden, der wir sind. Und ich möchte die gesellschaftliche Akzeptanz sowie die Mentalität der Gründer unterstützen, die den Umgang mit Misserfolgen einschließt. Wer mit seinem ersten Start-up gescheitert ist, muss sich nicht verstecken. Das ist kein Makel. Vielmehr sollten wir das endlich als wertvolle Erfahrung verbuchen und unsere Gründer zu einem zweiten Anlauf ermutigen. Das macht wahren Gründergeist aus.

 
Die schwäbische Gründerszene aktiv mit der Wissenschaft vernetzen – DZ.S Geschäftsführer Stefan Schimpfle im Interview
   
 

"Das Digitale Zentrum Schwaben vernetzt Wissenschaft, Start-ups und etablierte Unternehmen. Die Hochschule Augsburg hat damit einen zuverlässigen Partner an ihrer Seite. Hier finden Digital-Start-ups in allen Phasen des Gründungsprozesses und darüber hinaus Unterstützung."
Prof. Dr. Gordon Rohrmair, Präsident der Hochschule Augsburg

 
Die Conntac-Geschäftsführer Dr. Michael Faath (links) und Benjamin Wöhrl (Zweiter von rechts) freuen sich, zurück im DZ.S zu sein: „Das DZ.S bietet uns flexible Möglichkeiten für anstehendes Unternehmenswachstum. Wir schätzen aber auch den Austausch mit anderen Start-ups hier im Herzen der Augsburger Gründerszene sehr.“ ©DZ.S
 
   
 

Das Digitale Zentrum Schwaben (DZ.S) ist eines der Digitalen Gründerzentren, die bayernweit in allen Regierungsbezirken des Freistaats entstehen. Das DZ.S fördert die Vernetzung von etablierten Unternehmen, Start-ups und der Hochschulszene von Augsburg aus, für das Allgäu übernimmt Allgäu Digital diese Aufgabe vom Standort Kempten aus. Wir sprachen mit DZ.S-Geschäftsführer Stefan Schimpfle über die dynamische schwäbische Start-up-Szene und die vielversprechende Zusammenarbeit mit den Hochschulen der Region.

Stefan, das Netzwerk des DZ.S wächst rasant und lässt kaum eine Woche ohne Veranstaltung oder Erfolgsmeldung verstreichen. Lassen sich die aktuellen Entwicklungen auf einen Nenner bringen?

Stefan Schimpfle: In Augsburg und in Kempten setzen wir stark auf den Austausch junger und innovativer Akteure, welche die Digitalisierung mit frischen Ideen mitgestalten wollen. Wir suchen aber auch gezielt den Kontakt zu externen Experten und Mentoren. Insbesondere im wissenschaftlichen Bereich haben wir schon in den letzten Jahren unsere Zusammenarbeit mit der Hochschule und der Universität in Augsburg sowie zuletzt auch über Allgäu Digital mit der Hochschule Kempten deutlich erweitert und viele gemeinsame Veranstaltungen und Entrepreneurship-Programme konzipiert und durchgeführt. Zudem gibt es viele persönliche Verbindungen – in unserem Fachbeirat sitzen Vertreter der Hochschulen und gemeinsam mit Kollegen bin ich auch persönlich stark an den Hochschulen präsent, etwa durch Lehraufträge oder als Gründer-Coach im Rahmen des EXIST-Programms.

Dass sich die Gründerszene mit der Wissenschaft vernetzt, klingt nach vielversprechenden Vorteilen für beide Seiten. Kannst Du ein paar konkrete Beispiele für gemeinsame Veranstaltungen und Projekte nennen?

Gerne! Allein der Erfolg der letzten Hackerkiste im Herbst 2017 mit über 200 Teilnehmern zeigt die große Resonanz, die eine gemeinsame Veranstaltung des DZ.S mit der Hochschule Augsburg und der Fakultät für Angewandte Informatik der Universität Augsburg hervorbringen kann. Das Spektrum unserer Kooperation mit der Augsburger Hochschullandschaft reicht aber weit über Events hinaus – etwa unsere Rolle als Inkubator der vom Kultusministerium geförderten Initiative HSA_digit der Hochschule Augsburg. Und auch in Kempten sehen wir bei Allgäu Digital regen Zuspruch zu Kooperationsveranstaltungen und Seminaren zu Existenzgründung oder auch beim Hackathon, den die Informatik-Fakultät der Kemptener Hochschule im Dezember letzten Jahres dort organisiert hatte.

Und wie sieht es mit Gründungen aus, die schwäbische Hochschulen hervorgebracht haben?

Da gibt es einige: Aus der Universität Augsburg ist beispielsweise schon 2014 mit der Secomba GmbH der Sieger des deutschen Gründerpreises hervorgegangen. Heute spielt Secomba mit seinen Produkten Boxcryptor und Whisply bei sicheren Cloud-Lösungen in der Führungsliga. Oder die erst im letzten Jahr aus der Hochschule Augsburg heraus gegründete Conntac GmbH, die mittlerweile durch das Programm des Telefónica-Accelerators Wayra mit sechsstelligem Investment gefördert werden und – sehr zu unserer Freude – ihren Sitz im DZ.S gewählt haben.

Das letzte Beispiel zeigt ja deutlich, dass Sie es schaffen, erfolgreiche Gründer in Schwaben zu halten – trotz großer Konkurrenz durch nahegelegene starke Regionen.

Ich bin überzeugt, dass wir Gründern nicht nur eine besonders reizvolle Umgebung bieten können. Die familiäre Atmosphäre unserer Gründerzentren, das ausgezeichnete Angebot, speziell auf Gründer zugeschnittene Initiativen wie Augsburg gründet!, Coaching- und Mentoring-Programme als zentrale Anlaufstelle für digitale Start-ups und nicht zuletzt zielgerichtete und intensive Netzwerkaktivitäten bieten genau diejenige Unterstützung, die es innovativen Unternehmen erleichtert, ihre Geschäftsmodelle voranzutreiben und sich für unsere Region zu entscheiden.

Wir werden also noch einiges vom DZ.S zu hören bekommen?

Da könnt ihr euch sicher sein. Insbesondere hinsichtlich der genannten Kooperationen erwarten wir spannende Entwicklungen: Das DZ.S sieht seine Rolle als Praktiker und Macher bei der Umsetzung von Gründerideen, die auch aus den Hochschulen hervorgehen. Schließlich unterhalten die Hochschulen zwar Start-up-spezifische Lehrangebote, wir aber fungieren als Schnittstelle zum Markt. Wir wollen ein Portfolio von Aufgaben abdecken, die wir besonders gut können – Vernetzen, unterstützen und insbesondere in die Praxis überführen, oder anders gesagt: Einfach Machen! 

 
Hackerkiste 2017: Stefan Schimpfle (links) und Professor Rohrmair begrüßen die Teilnehmer der von der Hochschule Augsburg und der Fakultät für Angewandte Informatik der Universität Augsburg gemeinsam organisierten Veranstaltung. ©DZ.S
 
Erfolgsgeschichten aus dem ZOLLHOF: Drei Start-ups reüssieren auf der Berliner Pitch Night
   
 

„Der Erfolg der Start-ups auf der Berliner Bühne belegt die Qualität der Gründerförderung. Vor allem aber belohnt er die starke Arbeit der jungen Unternehmerinnen und Unternehmer!“
Benjamin Bauer, Geschäftsführer ZOLLHOF

 
   
 

Gerade mal zehn junge und innovative Unternehmen bekommen jährlich auf der Pitch Night der bundesweiten Digital Hub Initiative die Chance, mit knappen und knackigen Präsentationen neue Investoren zu gewinnen. Aus bundesweit über 40 Bewerbern schafften in diesem Jahr gleich drei Start-ups aus dem Nürnberger Digitalen Gründerzentrum ZOLLHOF den Sprung auf die große Bühne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: IT-Labs, Smart City System und Finanzguru konnten die, unter anderem mit Vertretern von Cherry Ventures, Atlantic Labs, Rocket Internet, High-Tech Gründerfonds und Unternehmertum Venture Capital Partners, hochkarätig besetzte Jury ebenso begeistern wie die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter viele weitere potenzielle Investoren.

Erfreut zeigte sich ZOLLHOF-Geschäftsführer Benjamin Bauer, dass Nürnberg mit gleich drei Vertretern aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Mobilität und Finanztechnologie aufwarten konnte: „Dieser tolle Erfolg unterstreicht die Qualität unseres Netzwerks und unserer Infrastruktur für Entrepreneure. Vor allem aber belohnt er die starke Arbeit der Start-ups!“

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, eröffnete den Abend mit einem Bekenntnis zur Innovationsförderung: „Wir wollen dabei helfen, dass aus Innovationen erfolgreiche Geschäftsmodelle werden. Deshalb geben wir nun erstmals branchenübergreifend Gründerinnen und Gründern aus den Digital Hubs die Chance, ihre Ideen vor großen Investoren zu präsentieren, um Wagniskapital einzusammeln.”Ihren Auftritt bei der Pitch Night zu nutzen, wussten dann auch die Gründer des KI-Start-ups

IT-Labs und präsentierten ihre innovative Pflege-Management-Lösung – die erste intelligente Versorgungsmanagementplattform für den Pflege- und Hilfsmittelmarkt. Die Software soll dazu dienen, die Versorgung von chronisch kranken Patienten zu verbessern, indem sie beispielsweise Anwender automatisch an Patiententermine und Engpässe erinnert und somit eine effiziente und lückenlose Versorgung sicherstellen kann. Durch die intelligente Vernetzung des Personals werden Prozesse bei medizinischen Dienstleistungen effizienter und einfacher gestaltet, um vor allem die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Grund zum Feiern hatten auch die Mobilitäts-Spezialisten von Smart City System. Ihr „Parking Pilot“ setzt auf Sensoren, um die Nutzung von Parkplätzen im städtischen Raum digital zu erfassen. Dafür wurde ein Sensorsystem entwickelt, das den Belegungsstatus eines Parkplatzes erkennt und in Echtzeit abrufbar macht. Zur Nutzung muss vorab lediglich ein Sensor auf der Parklücke platziert werden, der über die eigens entwickelte Software den Parkplatz-Status an die Nutzer der App meldet. Somit könnten bis zu 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrsaufkommens, also der sogenannte Parkplatzsuchverkehr, vermieden werden.

Die Gründer von Finanzguru haben mit der Deutschen Bank bereits ein Investorenschwergewicht an Bord und nutzten die Pitch Night für eine weitere überzeugende Darstellung ihrer Softwarelösung zur persönlichen Finanzoptimierung. Der Finanzguru kann sich mit dem Bankkonto des Nutzers verknüpfen, Geldein- und -ausgänge analysieren und mit den Erkenntnissen als persönlicher Finanzhelfer dienen – unter anderem passgenau aufzeigen, wo und wie gespart werden kann. Auch Termine wie Vertragskündigungen oder die Einhaltung von Fristen bleiben mit der Software stets im Blick.

Der ZOLLHOF nimmt aktuell wieder Bewerbungen für den zweiten Start-up-Batch an.
Zur Bewerbung: https://www.zollhof.de/startup-application

 
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eröffnete die Pitch Night mit einem Bekenntnis zur Innovationsförderung. ©BMWi
 
   
 

Über die Digital Hub Initiative

Die Digital Hub Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vernetzt Mittelstand und Corporates mit neuen Innovationspartnern aus Wissenschaft und Gründerszene. An deutschlandweit zwölf Standorten – Digital Hubs – soll durch die enge Kooperation von innovativen Gründer-Ideen mit dem Know-how etablierter Unternehmen ein einzigartiges, innovatives Netzwerk entstehen. In der Europäischen Metropolregion Nürnberg/Erlangen haben der Zollhof und das Medical Valley ihre Kräfte in einem Digital Health Hub gebündelt. Gemeinsam arbeiten sie an der Digitalisierung des Gesundheitssektors.

 
Erfolgsgeschichte: Fazua
   
 

„Höchster Anspruch an das eigene Produkt benötigt langen Atem in der technischen Entwicklung. Wer es in unserer Branche schaffen will, hat Vorteile, wenn er auf sich aufmerksam machen kann – und   Investoren an Bord hat, die ebenso überzeugt von der Geschäftsidee sind wie die Gründer.“
Hannes Biechele, Gründer und CEO von Fazua

 
Der sportliche E-Bike-Antrieb von Fazua. ©Fazua
 
   
 

Nichts weniger als ein völlig neues Gefühl beim Fahrradfahren verspricht das Münchener Start-up mit dem herrlich passenden, am besten bayerisch auszusprechenden Namen Fazua. Das Gründerteam ist dabei auf einem guten Weg: Ihr innovativer, sportlich ambitionierter E-Bike-Antrieb evation ist mit nur 3,3kg Gewicht zwischen normalem Bike und E-Bike angesiedelt, und wurde von namhaften Fahrradherstellern wie Cube, Pinarello oder Focus bereits in Serienräder integriert. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h werden Motor und Tretlagergetriebe komplett voneinander separiert, sodass ausschließlich eigene Muskelkraft das Fahrrad antreibt, ohne einen Motorwiderstand zu spüren. Dass das evation Drivepack mit nur einem Handgriff in das Unterrohr ein- oder ausgebaut werden kann, macht zudem den schnellen und einfachen Wechsel vom Fahrrad zum Pedelec möglich. Mit besonders schlankem Design und der Möglichkeit, den Antrieb formschön und unaufdringlich im Unterrohr des Rahmens zu integrieren, behält Fazua bei der Weiterentwicklung seines Konzepts eine wachsende Kundengruppe im Blick: Nämlich diejenigen, die ernsthaft Radsport betreiben und trotz Elektromotor keine Abstriche bei Design, Gewicht und Flexibilität hinnehmen möchten.

Als der passionierte Mountainbiker und Fahrzeugtechnikstudent Hannes Biechele im Jahr 2012 eine Marktlücke für sportliche E-Bike-Antriebe entdeckte, erfolgte die ursprüngliche Patentanmeldung für sein innovatives Antriebskonzept relativ rasch und eher intuitiv. Die Geschäftsidee innerhalb eines Jahres zur Serienreife zu bringen, erwies sich rückblickend zwar als illusorisch. Doch genug Sitzfleisch auf Seiten seiner seit Kindertagen befreundeten Mitgründer Sebastian Boß, Philipp Kalläne, Marcus Schlüter und Fabian Reuter – und nicht zuletzt auch seitens der ersten Geldgeber – brachte die Idee schließlich zum Erfolg: Die zeit- und kostenintensive Maschinenbauentwicklung wurde mit mehreren Auszeichnungen belohnt – darunter zweimalig der Goldene Eurobike Award – und zog große Aufmerksamkeit der Branche auf sich.

Frühe Unterstützung erfuhr das Start-up vom SCE (Strascheg Center for Entrepreneurship) der Hochschule München und konnte durch Förderprogramme wie EXIST und das Netzwerk von BayStartUP wichtige Kontakte zu Investoren knüpfen. Der Kapitalschub aus der Seed-Finanzierungsrunde durch Bayern Kapital und den High-Tech Gründerfonds ermöglichte es schließlich, den Antrieb zu perfektionieren. Mit den zuletzt aus der aktuellen Finanzierungsrunde erhaltenen 6,5 Millionen Euro – unter anderem vom Wachstumsfonds Bayern, von Unternehmertum Venture Capital Partners und von verschiedenen privaten Investoren – möchte das inzwischen gut 40-köpfige Fazua-Team seine Antriebe für E-Bikes weiterentwickeln und die Technologieführerschaft festigen.

In unserem Interview mit Hannes Biechele spricht der Fazua-CEO über die Vorteile seiner Heimatstadt München als Start-up-Standort, nennt die Herausforderungen im Bereich der technischen und personellen Entwicklung und gibt wertvolle Tipps für Neugründer.

 
APRIL
18
 

Year of the Dog 2018 – Innovation & Start-up Festival in München

Auch in diesem Jahr treffen die Köpfe und Influencer der Innovations- und Start-up-Branche zum „Year of the X“ Festival in München zusammen. 2018 steht laut chinesischem Sternzeichen unter dem Zeichen des Hundes. Neben einem Start-up-Track bietet das Festival interaktive Workshops und eine Touch Tech Area, die die Themen hautnah erlebbar machen. Das Event bietet außerdem die Chance auf ein weitreichendes Networking mit fantastischen Start-ups und großen Partnern der Messe. Verschiedenste Menschen aus aller Welt treffen in emotional aufgeladener Atmosphäre aufeinander, um digitale Innovationen zu fördern und in einer beschleunigten Gesellschaft mit den rasanten Veränderungen Schritt zu halten. Zu den Teilnehmern gehören neben den rund 1.000 Gästen mehr als 100 Start-ups, 50 Investoren sowie über 40 Speaker.
 
APRIL
18
 

Datenschutz und IT-Sicherheit in Hallstadt, 16:00 – 17:30 Uhr

Datenschutz und IT-Sicherheit - diesen zusammengehörigen Begriffen muss in Betrieben große Beachtung zukommen. Zum einen der Datenschutz, der die Persönlichkeitsrechte und Grundrechte der Menschen regelt. Und zum anderen die Datensicherheit, die eng mit dem Datenschutz verknüpft ist. Experten von centron, der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) und dem Bayerischen IT-Sicherheitscluster e.V. werden berichten, was Unternehmen hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit beachten sollten.
 
APRIL
19
 

1. GZDN Business Angel Abend in Passau, 18:30 – 22:00 Uhr

Das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern organisiert den 1.GZDN Business Angel Abend in Passau. Business Angel sind Unternehmer oder Privatpersonen mit unternehmerischer Erfahrung. Sie investieren in junge Unternehmen zum einen Kapital, in der Regel zwischen 50.000 und 500.000 Euro pro Unternehmen. Zum anderen können sie dank ihrer eigenen Erfahrung als Unternehmer die Start-ups auch mit ihrem Know-how und ihren Kontakten unterstützen. Zwischen Business Angel und Start-ups können langfristige Beziehungen entstehen. Beide Seiten können voneinander lernen.
 
APRIL
27
 

START-UP Barcamp in Ingolstadt, 14:00 – 19:00 Uhr

Ein Barcamp ermöglicht neugierigen Menschen sich in einer offenen Umgebung auszutauschen und voneinander zu lernen. An zwei Tagen finden Diskussionen und Präsentationen von Experten aus Unternehmertum und der Web-Branche statt. Das Besondere eines Barcamps ist die Interaktion zwischen den Teilnehmern. Denn die Planung der Vorträge findet erst vor Ort statt. Je nach Interesse der Anwesenden werden die Vortragsthemen und die Größe der Workshops festgelegt. Die einzelnen Vorträge sind als Dialog und nicht als Monolog gedacht! Input der Zuhörer ist erwünscht - nicht nur während der Veranstaltung, sondern auch im Internet. Das Event aufzuzeichnen, darüber zu bloggen oder in sonstiger Form darüber zu berichten, ist das Prinzip des Barcamps!
 
 
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