tacterion

Wer steckt hinter tacterion?

Mein Bruder Dr. Michael Strohmayr hat die Basis für tacterions sensorskin Technologie am Institut für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt entwickelt und gemeinsam haben wir tacterion 2015 gegründet. Unsere Kompetenzen ergänzen sich sehr gut. Michael ist zuständig für die Technologieentwicklung, während ich mich - mit meinem Studienhintergrund Betriebswirtschaft und Technologiemanagement - um Vermarktung und Business Development kümmere. Gemeinsam möchten wir den Spirit eines jungen Start-ups mit der Professionalität eines führenden High-Tech Unternehmens verbinden.

Wie habt Ihr Euch kennengelernt?

Als Brüder kennen wir uns schon ein Leben lang. Dies ist eine sehr schöne Konstellation, um ein Unternehmen zu führen. Wir können sehr offen miteinander umgehen und sind deutlich enger verbunden als Gründer, die sich beispielsweise im Studium kennen lernen. Wir stimmen die Ziele sehr eng ab und stehen gemeinsam dahinter. Das spüren und schätzen auch unsere Mitarbeiter. Geschwister kennen die Stärken und Schwächen des anderen sehr genau, daher wussten wir, dass wir uns sehr gut ergänzen werden. Michael ist der kreative, scharfsinnige Erfinder, ich sorge für die nötige Umsetzung in Sachen Betriebswirtschaft und Organisation und gemeinsam kümmern wir uns um die strategische Ausrichtung von tacterion.

Was genau ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

Dank unserer sensorskin Technologie kann physische Interaktion und Druck auf nahezu allen Oberflächen – auch komplex geformten und nachgiebigen – festgestellt, gemessen und ausgewertet werden. Das ermöglicht Produktdesignern Geräte und Maschinen berührungsempfindlich zu gestalten und intuitivere Bedienkonzepte oder auch völlig neue Produkte zu realisieren. sensorskin ist dabei äußerst dehnbar und robust. Unser Ziel ist es, die User Experience durch individuelle haptische Interaktion so natürlich wie möglich zu gestalten. Anwendungsfelder für die Technologie liegen u.a. in der Robotik, im Automotive Bereich, im Bereich Consumer Electronics und später auch in der Medizintechnik.

Wer hat Euch bei der Gründung unterstützt?

Unsere Ausgründung wurde finanziell durch das Technologietransferprogramm „Helmholtz Enterprise“ der Helmholtz-Gemeinschaft sowie durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt. Darüber hinaus haben wir am Accelerator-Programm TechFounders der Münchner UnternehmerTUM teilgenommen. Wir waren zudem Mitglied am Lab des Entrepreneurship Centers der LMU in München. Mit Hilfe von BayStartUP haben wir schließlich unseren Investor gefunden, der tacterions Wachstum finanziert.

Habt Ihr an Pitches oder Businessplan-Wettbewerben teilgenommen?

Um das Innovationspotenzial unserer Technologie darzustellen, haben wir erfolgreich an einer ganzen Reihe von Wettbewerben teilgenommen. Darunter waren die Auszeichnung zum Top3 IoT Start-up 2015 durch Bitkom sowie der Pioneers500 Award 2016 für das Beste Start-up im Bereich Materials & Manufacturing. Wir haben neben anderen Teams den Münchener Business Plan Wettbewerb 2016 (1. Phase) gewonnen. Bereits vor unserer Gründung haben wir u.a. den Entrepreneurship Award des European Robotics Forum 2015 gewonnen und durften als eines von sieben Startups bei Bits&Pretzels 2015 pitchen.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Natürlich ist für jedes Start-up die Finanzierung eine der größten Herausforderungen. Wir sind sehr froh, einen Investor gefunden zu haben, der unsere langfristige Wachstumsstrategie teilt und einen Finanzierungsansatz verfolgt, der einem Hardware Start-up mit hohem Kapitalbedarf gerecht wird. Wir sind sicher, dass es die Kombination aus dem großen Potenzial unserer einmaligen Sensortechnologie und dem leistungsfähigen, motivierten Team war, die unseren Investor überzeugt hat. Den oder die ersten Kunden zu finden ist sicherlich die zweite große Herausforderung. Wir sind froh, dass wir als eines der ersten Teams von dem TechFounders Accelerator profitieren konnten, worüber wir Kontakte zu für uns sehr spannenden Firmen knüpfen konnten.

Welchen Tipp sollten Neugründer unbedingt befolgen?

Man bekommt als Gründer eine Menge Tipps, oft wird man auch vor Gefahren gewarnt oder auf Probleme hingewiesen. Diesen gut gemeinten Hinweisen darf man nicht immer zu viel Aufmerksamkeit schenken, da sie einem die notwendige Energie und Zuversicht rauben können. In Deutschland werden zu oft Hürden gesehen, statt Möglichkeiten. Individuelles Durchhaltevermögen ist sicherlich eine nicht zu unterschätzende Qualität, wenn es darum geht auch bei Rückschlägen nicht aufzugeben. Entscheidend ist aus unserer Sicht, der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und der Mut und die Zuversicht mit den Herausforderungen, die sich immer ergeben werden, zu wachsen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Warum habt Ihr Euch für den Standort München bzw. Bayern entschieden?

München ist ein sehr guter Standort für junge Unternehmen aus dem High-Tech- und Hardware-Bereich mit weltweitem Ruf für qualitativ hochwertige Ingenieurskunst. Die Wahl des Standorts spiegelt auch unsere Ambition wieder, aus tacterion ein weltweit führendes High-Tech Unternehmen zu machen. Wir können hier auf eine sehr starke Infrastruktur und auf unsere bestehenden Netzwerke zurückgreifen. Wir sehen großes Potenzial, unsere zukünftigen Mitarbeiter aus den führenden Hochschulen und Einrichtungen zu rekrutieren. München bietet aber auch erfahrenen Mitarbeitern aus der Industrie eine sehr hohe Lebensqualität.

Welche Ziele habt Ihr für die Zukunft?

Für das Jahr 2017 haben wir uns viel vorgenommen: durch unseren Umzug in das neue Büro im Herzen Münchens haben wir viel Platz für neue Mitarbeiter, daher ist Recruiting und Teamentwicklung ein klarer Fokus. Mit unserem wachsenden Team arbeiten wir parallel an bestehenden und neuen Kundenprojekten sowie an der Vorbereitung der Serienproduktion unserer Produkte. Ziel ist es, mit weiterhin hoher Geschwindigkeit die Serienreife voran zu treiben, damit bald jeder Produkte mit „tacterion inside“ kaufen und benutzen kann.

Wo kann ich mehr über tacterion erfahren?

Natürlich auf unserer Website www.tacterion.com, in unserem YouTube-Kanal, über Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn oder über unseren Newsletter. Ein Blick auf unsere Career Seite, Xing oder LinkedIn lohnt sich besonders, wir haben viele offene Stellen.

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