KONUX

Wer steckt hinter Eurem Unternehmen? Wie habt Ihr Euch kennengelernt?

KONUX wurde 2014 von Andreas Kunze, Vlad Lata und Dennis Humhal gegründet. Die drei lernten sich über die Entrepreneurship-Programme der Technischen Universität München, Manage & More und das Center for Digital Technology & Management (CDTM) kennen. Als CEO kümmert sich Andreas sowohl um die Firmenstrategie als auch um die internationalen Geschäftstätigkeiten von KONUX, Vlad (CTO) leitet die technische Entwicklung, und Dennis (COO) verantwortet die Betriebsprozesse.

Was genau ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

KONUX verbindet smarte Sensorik und Analytik basierend auf künstlicher Intelligenz, um Industrie- und Eisenbahnunternehmen Echtzeit-Einblicke in den Zustand von Geräten und Infrastruktur zu geben und vorausschauende Instandhaltung zu ermöglichen. Das heißt, wir liefern sowohl die benötigte Hardware als auch die Software, welche die Sensordaten sowie zusätzliche Prozessdaten mithilfe AI-basierter Algorithmen analysiert und auswertet. Durch diese Lösung helfen wir unseren Kunden, Wartungsbedarf rechtzeitig zu erkennen und Wartung optimal zu planen. So können sie Instandhaltungskosten sparen, die Kapazität ihres Betriebs verbessern und teure Verspätungen durch unvorhergesehene Geräteausfälle vermeiden. Unserem derzeit größten Kunden, der Deutschen Bahn, helfen wir das Hochgeschwindigkeitsnetz zu digitalisieren und, durch die Zustandsüberwachung von Weichen, Wartungsprozesse zu verbessern und Verspätungen im Zugverkehr zu verringern.

Wer hat Euch bei der Gründung unterstützt?

Dass wir uns überhaupt kennengelernt haben, verdanken wir den Entrepreneurship Workshops der TU München. Als es dann später darum ging, die Firma aufzubauen und zu finanzieren, haben Organisationen wie Founder.org und unser starkes Netz an Industriepartnern und Experten uns sehr geholfen.

Habt Ihr an Pitches oder Businessplan-Wettbewerben teilgenommen?

KONUX hat im Frühling 2014 beim Münchener Businessplan Wettbewerb von BayStartUP sowie der EIT Digital Idea Challenge in der Kategorie „Cyber-Physical Systems” teilgenommen und gewonnen. Kurz danach wurde KONUX von Founder.org mit dem Titel „One of the most promising start-ups of the year 2014“ ausgezeichnet. Als damals noch sehr junge Firma war das für uns eine positive Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg waren.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Die größte Herausforderung in unserer Anfangsphase bestand darin, den perfekten „market fit“ zu finden. Wir hatten uns zunächst auf Messtechnik, also die reine Hardware, konzentriert. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn haben wir jedoch erkannt, dass der wirkliche Wert für den Kunden darin liegt zu verstehen, was man aus den gemessenen Daten ableiten kann um Prozesse zu optimieren und Kosten zu sparen. So haben wir uns dann in Richtung End-to-End Lösung entwickelt und den Fokus auf unsere smarten Algorithmen verschoben. Zu diesem Zweck haben wir auch unser Analytik-Team stark ausgebaut und um erfahrene “Machine Learning”-Experten ergänzt.

Welchen Tipp sollten Neugründer unbedingt befolgen?

Eine gute Geschäftsidee löst ein wirkliches Kundenproblem und erreicht einen ausreichend großen, skalierbaren Markt. Kann man dies mit validierten Zahlen belegen, dann werden sich auch Kunden sowie Investoren finden, die an das Produkt glauben. Um an diesen Punkt zu gelangen, muss man als Gründer jedoch bereit sein, zuzuhören und dazuzulernen. Nur so kann man seine Kunden und den Markt wirklich verstehen und sich auch als Führungskraft weiterentwickeln.

Warum habt Ihr Euch für den Standort Bayern entschieden?

Wir sind durch unsere Geschäftsreisen in das Silicon Valley - ein Großteil unserer Investoren stammt von dort - sehr von der Mentalität inspiriert worden. Wir möchten gerne dazu beitragen, hier eine eigene Version dieser Gründerkultur mitzugestalten: Eine Kombination aus Silicon Valley Innovationskraft und deutscher Ingenieurskunst. In Deutschland gibt es oft noch eine gewisse Risikoaversion und Skepsis gegenüber Start-ups. Wir möchten sowohl Gründern als auch potentiellen Business Angels da draußen zeigen, dass es möglich ist, hier erfolgreiche neue Firmen zu gründen, insbesondere in der High-Tech-Branche.

Welche Ziele habt Ihr für die Zukunft?

Im Moment liegt unser Fokus auf der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Ein wichtiges Ziel dieses Jahr wird also sein, erfolgreich unser nächstes großes Rollout im DB Hochgeschwindigkeitsnetz umzusetzen. Darüber hinaus arbeiten wir natürlich auch an unserer weiteren Expansion auf dem europäischen Markt. Auf langfristige Sicht ist unsere Vision, den Trend zur Digitalisierung der Industrie voranzutreiben. Wir wollen Unternehmen die Informationen liefern, die sie brauchen, um datengetriebene Entscheidungen zu treffen und die Qualität und Effizienz ihrer Prozesse zu steigern.

Wo kann ich mehr über Euer Unternehmen erfahren?

Alles Wichtige über KONUX findet man auf unserer Website oder auf Facebook, Twitter oder LinkedIn.

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