iNDTact

Wer steckt hinter iNDTact?

Dr. Raino Petricevic und Clemens Launer sind die Geschäftsführer von iNDTact. Der sechsfache Vater Raino ist der technische Kopf des Unternehmens. Als promovierter Physiker beschäftigt er sich seit mehr als 15 Jahren mit dem Thema intelligenter Werkstoffe. Vor vier Jahren lernte er Clemens, den kaufmännischen Kopf der Firma, am Innovations - und Gründerzentrum in Würzburg kennen. 2013 wurde die iNDTact GmbH gegründet – nach einem Jahr Vorarbeit auf eigene Kosten.

Was genau ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

iNDTact bietet als erstes Unternehmen weltweit Hochleistungssensoren an. Die Hightech-Firma entwickelt Systeme, die für die Zustandserkennung und Betriebsfestigkeitsanalyse von Maschinen angewendet werden. Das Besondere: iNDTact-Sensoren lassen Maschinen und Bauteile „fühlen" und überwachen deren „Intaktheit". Gemessen werden Schwingungen, Schallwellen und Belastungen. Die Sensoren sind hochsensitiv und gleichzeitig stabil. Außerdem ist die Technologie massenmarkttauglich, denn sie bietet in ihren Anwendungen eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Möglichkeiten, kann in fast allen großen Branchen Anwendung finden und individuell auf den Kunden zugeschnitten werden.

Wer hat Euch bei der Gründung unterstützt?

Ohne das Mitwirken von Herrn Dr. Christian Andersen, Projektleiter am IGZWürzburg und Freund der Gründer, hätte sich das Team gar nicht erst gefunden. Seit der ersten Stunde bis heute begleitet er uns rund um die Fragen der Gründungsförderung und unterstützt uns mit konstruktiver Kritik. In der ersten Gründungsphase wurden wir auch tatkräftig von unserer Bank, der Sparkasse Mainfranken Würzburg, in Form von Finanzberatungen unterstützt. Außerdem haben uns unsere Business-Angels immer wieder ihre enge Verbundenheit bestätigt; sie sind das Wagnis eingegangen, in eine neuartige Technologie zu investieren und haben jede Hürde mit dem Team gemeistert.

Habt Ihr an Pitches oder Businessplan-Wettbewerben teilgenommen?

iNDTact hat am Businessplanwettbewerb Nordbayern mitgemacht und dort den 2. Platz 2015 erreicht. Im gleichen Jahr wurde auch der Bayerische Gründerpreis gewonnen. 2016 kam ein dritter Platz beim Gründerpreis Würzburg hinzu und der Gewinn des Deutschen Gründerpreises.
Nominiert ist das Unternehmen auch für den Step-Award und den KfW-Preis 2016.
Gerade der Deutsche Gründerpreis hat dem Unternehmen einen gewaltigen Anschub in die Breite geben.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Als High-Tech-Startup mit Großkunden im sicherheitsrelevanten Bereich hat iNDTact immer wieder mit den Eigenarten von Großkonzernen und ihren verschiedenen Einstellungen gegenüber Start-ups zu tun gehabt. So war es beispielsweise nicht immer einfach, sich bei Preisverhandlungen durchzusetzen. Diesem Druck kann man aber mit guten finanziellen Partnern entgegenwirken, da man somit in die Position kommt, „Nein“ zu sagen.
Das Unternehmen durchlebte außerdem eine äußerst kritische Phase, als einige Kunden aufgrund von Marktschwankungen verloren gingen. Nur durch hartes Verhandeln, die intensive Arbeit an bestehenden Projekten und der breiten Aufstellung über viele Branchen hinweg konnten wir diese Schwankungen abfangen.
Trotz allem konnten wir alle Hürden überwinden. Heute besteht das Team aus tatkräftigen und engagierten Lösungssuchern.

Welchen Tipp sollten Neugründer unbedingt befolgen?

Wer sich selbst treu bleibt und von dem überzeugt ist, was er anbietet und täglich tut, kann seine Idee zu einem verkaufbaren Produkt machen.
Gerade bei Geschäftsbeziehungen von Unternehmen wird vor allem in das Team, die nachhaltige Lieferfähigkeit sowie in die Entwicklung investiert und nur zweitrangig in das Produkt von heute. Es ist wichtig, das Vertrauen der Kunden in die Firma und die Gründer zu gewinnen.
Die Gründung sollte außerdem unbedingt mit dem privaten Umfeld abgesprochen werden. Nur mit dem/r richtigen Partner/in und den richtigen Freunden an seiner Seite kann man die Zeit der besonderen Belastung gut überstehen und danach weiterhin Spaß an der Arbeit haben.

Warum habt Ihr Euch für den Standort Würzburg bzw. Bayern entschieden?

Zum einen, weil wir in Würzburg wohnen, zum anderen weil wir hier auch unsere Erholung finden, denn die Stadt bietet einen enorm hohen Wohlfühlfaktor. Die wenige Zeit, die  Gründern meist bleibt, sollte man maximal zur Erholung nutzen. Die Landschaft, das Essen und die Kultur der bayerischen Gemütlichkeit helfen dabei.

Welche Ziele habt Ihr für die Zukunft?

Das Unternehmen soll international voll durchstarten; wir wollen in den nächsten Jahren stark wachsen. Als Geschäftsführer wollen wir gern in den Modus kommen, unseren Urlaub wieder ganz nehmen zu können und eine gesunde Work-Life-Balance aufzubauen.

Wo kann ich mehr über Euer Unternehmen erfahren?

Alles Wichtige über unser Unternehmen findet man auf www.indtact.de.

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