COREDINATE

Wer steckt hinter „COREDINATE“?
Wie bei allen erfolgreichen Unternehmungen ein ganzes Team. Gegründet wurde COREDINATE zwar nur von uns zwei Brüdern, seit dem Jahr 2014 sind wir aber schon auf 20 Mitarbeiter angewachsen – darunter allein sieben Entwickler. Und freilich unsere beiden Azubis, weil wir auch aktiv ausbilden möchten.

Was genau ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?
Unser digitales Assistenzsystem kann die Datenerhebung und -auswertung radikal vereinfachen. In vielen Branchen gelten strenge Auflagen für die Dokumentation von Arbeitsabläufen, oftmals werden dazu aber mittlerweile etwas angestaubte Methoden eingesetzt. Die Mitarbeiter etwa von Sicherheitsdiensten setzen spezielle Scanner ein, welche ihre Anwesenheit an bestimmten Punkten ihrer Route dokumentieren. Oder man denke an den Pflegebereich, wo immer noch sehr viel auf Papier dokumentiert wird. Unsere Technologie ersetzt nicht nur schwerfällige, teure Hardware und auswuchernde Papierstapel, sie hebt die gesamte Dokumentationsarbeit durch Echtzeit-Auswertung und Transparenz auf ein komplett neues Niveau.

Das Besondere unserer Geschäftsidee liegt allerdings bei uns auch in der Gründungsgeschichte. Wir hatten ja schon eine Sicherheitsfirma gegründet, die Kulig Security GmbH, waren also gewissermaßen bereits gestandene Unternehmer. Die Idee zu COREDINATE kam uns dann aus einer Notwendigkeit des Alltags heraus: Die angesprochene Hardware, sogenannte Daten-Sammler, sind zwar relativ simpel, meist auch reine Offline-Systeme, dennoch sind Anschaffung und Unterhalt sehr kostenintensiv. Wir fragten uns, ob man stattdessen nicht Smartphones mitsamt der verbreiteten NFC-Technologie nutzen könnte, was nicht nur Kostenersparnis sondern auch Echtzeitberichterstattung möglich machen würde – und starteten die Entwicklung des ersten Prototypen rein für den Eigengebrauch. Zunächst haben wir also vorrangig unsere eigenen Probleme gelöst und erst dann festgestellt, dass unsere Lösung auch für andere Unternehmen der Branche und über die Branche hinaus attraktiv sein müsste. Heute bedienen wir Reinigungs-, Wach- und Pflegedienste. Doch ließe sich COREDINATE grundsätzlich überall dort einsetzen, wo bestimmte Abläufe und Arbeitsschritte dokumentiert werden müssen.

Wer hat Euch bei der Gründung unterstützt?
Die Gründung selbst geschah weitestgehend ohne Unterstützung, allerdings haben wir auch keine gesucht, da wir ja bereits eine Firma gegründet hatten und keinen großen Beratungsbedarf verspürten. Nach der Gründung allerdings half uns das Netzwerk Nordbayern – heute BayStartUP. Die sind wirklich fit und engagiert und bieten eine super Plattform, um Partner, Investoren und letztlich auch Kunden zu finden.

Habt Ihr an Pitches oder Businessplan-Wettbewerben teilgenommen?
Ja, am Businessplan-Wettbewerb von besagtem Netzwerk Nordbayern, wo wir dann aus über 130 Teilnehmern in der letzten Runde den dritten Platz belegen konnten. Daneben haben wir an zahlreichen Pitches teilgenommen und so interessante Partner und vor allem Investoren, wie zum Beispiel Bayern Kapital, High-Tech Gründerfonds oder MWN Equity Investment, ein Privatinvestor aus dem BayStartUP-Finanzierungsnetzwerk, kennengelernt.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?
Die Gründung selbst ging uns relativ leicht von der Hand. Allerdings hatten wir COREDINATE als Kulig Systems GmbH & Co. KG gegründet, was sich dann als sehr unpraktisch für die Aufnahme von Venture Capital erwies. Die notwendige Umwandlung der bestehenden Firma in die COREDINATE GmbH, also die passende Rechtsform, wurde leider ein schrecklich bürokratischer, aufwändiger, zeit- und kostenintensiver Prozess, für den wir eigene Berater benötigten. Und da unser Tagesgeschäft zusätzlich wenig Zeit ließ für die Investorensuche, war diese Phase insgesamt schon sehr, sehr kräftezehrend.

Welchen Tipp sollten Neugründer unbedingt befolgen?
Widmet dem Businessplan in der Gründungsphase die meiste Zeit und haltet Euch später eisern an Euren Plan! Die Erstellung eines umfassenden Businessplans ist zwar alles andere als sexy – insbesondere was die Zahlen betrifft – und man ist mitunter zu hypothetischen Annahmen gezwungen, da noch nicht überall Erfahrungswerte vorliegen. Wer aber nicht nur seine Idee in allen Facetten beschreibt und sich bunten Produktbeschreibungen und Expansionsphantasien hingibt, sondern sich vorab wirklich ausführlich mit Finanzierung und Umsätzen beschäftigt, bekommt einen besseren Blick auf sein Unterfangen und kann schwerwiegende Fehler oftmals sogar schon vor der Gründung vermeiden.

Warum habt Ihr Euch für den Standort Uffenheim bei Würzburg bzw. Bayern entschieden?
Wir waren von Anfang an hier, hatten schon Büroräume und haben diese dann ganz einfach auch für COREDINATE genutzt. Das führte zwar anfangs zu überfüllten Büros, aber wir hatten in der Startphase keine zusätzlichen Mietkosten. Und als unsere neue Firma immer größer wurde, konnten wir praktischerweise direkt in die benachbarten Teile der Räumlichkeiten expandieren. Wir sind froh, in Uffenheim zu sein. Es ist ländlich geprägt, also eher ruhig und „naturverbunden“, hat aber eine tolle Gesamtversorgung und ist dank Autobahn sehr gut an Zentren wie Würzburg und Nürnberg angebunden. Dort wiederum können wir gute Fachkräfte direkt von der Uni holen, während in den Ballungszentren wie München oder Berlin der Konkurrenzkampf um die guten Leute viel größer ist. Und last but not least wollten wir mit unserer Standortwahl beweisen, dass wir es auch in Uffenheim hinbekommen.

Welche Ziele habt Ihr für die Zukunft?
Wir wollen COREDINATE zum Standard in unseren Zielbranchen machen und weiter expandieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind wir bereits vertreten, aktuell läuft der Vertrieb in Frankreich und Großbritannien an.

Wo kann ich mehr über Euer Unternehmen erfahren?
Am besten über unsere Website www.coredinate.de, wir sind aber auch bei Facebook recht aktiv.

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