Antelope

Wer steckt hinter Antelope?

Philipp G. Schwarz, Kay Rathschlag und Patrick Thumm sind die drei Gründer der Wearable Life Science GmbH. Das Unternehmen wurde 2014 in Nürnberg gegründet und hat die innovative ANTELOPE.SPORTSWEAR entwickelt.
Jeder von ihnen brachte eine Menge Erfahrung und Know-how mit: Philipp arbeitete bereits erfolgreich als Unternehmer und Berater für verschiedene Start-ups. Momentan leitet er auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei GLUCE.
Auch Kay hatte schon als Gründer einer Fitnessstudio-Kette Erfahrung mit der Selbstständigkeit gesammelt. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet der Elektromuskelstimulation (EMS) und ist ein absoluter Branchen-Experte.
Patrick promoviert derzeit im Bereich Sportphysiologie und konzentriert sich auf die Fachrichtung Training & Testing. Außerdem zählt er hierzulande zu den Top Stand-up-Paddlern und ist obendrein ein erfolgreicher Triathlet und Volleyballer.
Seit 2016 ist die Managerin Dr. Mynia Deeg ein bedeutender Bestandteil der Firma. Vor Antelope arbeitete sie u.a. beim New Yorker Start-up Voyat und half während ihrer Zeit bei Personal MedSystems beim Aufbau eines globalen Netzwerks führender Kardiologen.


Wie habt Ihr Euch kennengelernt?

Philipp und Kay lernten sich 2013 in Kays Fitnessstudio kennen. Bei einem Schwimmmarathon im Vorjahr ist Philipp an Wadenkrämpfen gescheitert und wollte sich mit der EMS-Methode auf das Zürichsee-Schwimmen vorbereiten. Das individuelle Training war äußerst effektiv, denn Philipp schaffte die Strecke von 26,4 Kilometern völlig problemlos. Beide waren von der Wirkung dieser Trainingsmethode begeistert, bemerkten aber auch Praxisprobleme im sportartspezifischen Training: Die Idee für eine neuartige Sportbekleidung war geboren. Kurz darauf lernten wir Patrick kennen. Auch er hat als Sportwissenschaftler viel Erfahrung mit EMS gesammelt. So konnte er beispielsweise einen ehemaligen Basketballer aus der Sportinvalidität zu seinem 2. Liga-Comeback verhelfen. Wir Drei verstanden sich gleich auf Anhieb.


Was genau ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

Die ANTELOPE.SPORTSWEAR ist eine Verbindung aus Sportkleidung und tragbarer Technologie: Kompressionsbekleidung mit integrierten Elektroden, einer smartphonegroßen Elektronikeinheit sowie einer Steuerungs-App. Die EMS-Technologie kommt aus dem Leistungssport sowie der Rehabilitation. Über elektrische Impulse von außen werden Muskelkontraktionen verstärkt; dadurch wird jeder Trainingseffekt erhöht. 
Weltbekannte Sportler wie Usain Bolt, Rafael Nadal und die Fußball-Teams von Bayern München und Real Madrid sind mit der Methode bereits bestens vertraut.
Das Einzigartige am Produkt: das EMS-Training ist mobil, höchst effektiv und kann an jede Sportart angepasst werden.


Wer hat Euch bei der Gründung unterstützt?

In der Anfangsphase hat uns BayStartUP beim Networking und bei der Suche nach ersten Investoren unter die Arme gegriffen. Bayern Innovativ half uns bei der Vermarktung und ermöglichte es uns beispielsweise, beim South by Southwest Festival in Austin dabei zu sein. Dadurch konnten wir uns auch internationalen Investoren und Influencern großer Unternehmen vorstellen. Auf Forschungsseite stand uns bavAIRia e.V. in den Bereichen IP und Entwicklung zur Seite.


Habt Ihr an Pitches oder Businessplan-Wettbewerben teilgenommen?

2015 holten wir gleich zwei ISPO Brandnew Awards, in den Kategorien ‚Sportswear‘ und ‚Public Choice‘. Dadurch wurde die mediale Öffentlichkeit auf uns aufmerksam. Im gleichen Jahr gewannen wir den Pitch bei ‚Startups@Reeperbahn‘. Der Sieg förderte unsere Crowdfunding-Kampagne, unsere Innovation wurde immer bekannter. So twitterte der Xing-Gründer Lars Hinrichs, dass er unsere Sportswear „liebt“.
2016 folgten der FOCUS ‚Digital Star Award‘ sowie der ‚Innovation World Cup‘. Zuletzt konnten wir uns beim Business-Plan-Wettbewerb Nordbayern gegen hunderte von Start-ups durchsetzen und wurden als bestes Business-Modell ausgezeichnet. Das sind beste Voraussetzungen für unseren offiziellen Produkt-Launch bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro diesen August.

Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Zuerst galt es, Investoren zu gewinnen und sie von unserer Vision zu überzeugen, denn noch nie wurde solch eine komplexe Hightech-Sportbekleidung entwickelt.
Der zweite Schritt bestand darin, eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, denn alle Komponenten, vom Design bis zur Hardware, wurden in-house entwickelt.
Eine der größten Herausforderungen war unsere Crowdfundingkampagne in Deutschland, weil es hier so gut wie unbekannt ist, genauso wie die EMS-Technologie im größten Sportmarkt USA. In beiden Fällen musste viel Aufklärungsarbeit betrieben werden. Beide Hürden wurden von uns aber sensationell gemeistert.


Welchen Tipp sollten Neugründer unbedingt befolgen?

Philipps Motto ist „Better done than perfect“: Jede Idee ist für ihn solange gut, bis ihm jemand das Gegenteil bewiesen hat. Als Gründer sollte man an seiner Idee festhalten und sich nicht von anderen beirren lassen. Es ist sehr wichtig, fokussiert zu sein und den angestrebten Markt zu kennen. Medienauftritte sind außerdem sehr hilfreich und notwendig, denn so werden Investoren und Partner auf einen aufmerksam. 


Warum habt Ihr Euch für den Standort Nürnberg bzw. Bayern entschieden?

Philipp hatte zuvor gute Erfahrungen als Gründer in Franken, speziell in Nürnberg, gemacht. Sein bestehendes Netzwerk mit der Start-up Szene spielte eine große Rolle. Patrick als Local-Player war ein weiterer Faktor. Auch die ersten Mitarbeiter wurden direkt aus Nürnberg rekrutiert. Die Infrastruktur für Start-ups war ebenso ausschlaggebend. BayStartUP, Bayern Innovativ und bavAIRia waren und sind für uns perfekte Sparringspartner.


Welche Ziele habt Ihr für die Zukunft?

In Rio wird nicht nur unser Produkt-Launch stattfinden, wir sind dort auch beim HYPE Award vertreten. Außerdem stehen bald die Auslieferung unserer Indiegogo-Unterstützer an sowie der Launch unseres Webshops. Parallel arbeiten wir permanent daran, unsere Marktführer-Rolle auszubauen und arbeiten schon an der zweiten Generation unserer Sportartikel-Serie. Antelope wird u.a. mit einer Sensorik und vielen anderen Features ausgestattet sein.
Philipps ultimatives Ziel: Rollstuhlfahrer eines Tages wieder zum Laufen bringen.


Wo kann ich mehr über Euer Unternehmen erfahren?

Neben Twitter und Facebook findet man uns auch auf www.antelope.club und auf Indiegogo.

 

 

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