Adnymics

• Wer steckt hinter Eurem Unternehmen?

Hinter Adnymics stecken die drei Gründer Dominik Romer, Florian Kaufmann und Dr. Markus Grimm. Die drei Entreprenuere bauen seit der Gründung im Jahr 2014 das Startup in München, Berlin und New York auf. Als begeisterter Onlinebesteller echauffierte sich Dominik oft über die Flut an Flyern in den Paketen, die gefühlt wahllos beigelegt werden und doch nur im Altpapier enden, ohne dass sie eines zweiten Blicks gewürdigt werden. Es fehlte der Bezug zum Empfänger und die Flyer liefern kaum Mehrwert. Durch die Gründung einer eigenen Kommunikationsagentur, noch vor seinem Studium der Druck- und Medientechnik, hatte Dominik umfangreichen Einblick in die Nutzung von Online-Daten zur gezielten Kommunikation und war sich sicher: Das geht besser! Er fragte sich, warum die erfassten Online-Daten des Kunden nicht genutzt werden, um persönlichere Paketbeilagen zu gestalten, die den Kunden direkt ansprechen und ihm individuelle Produktvorschläge präsentieren. Eine erste Marktrecherche unter Münchner Versandhändlern zu sogenannten intelligenten Paketbeilagen erzielte eine große positive Resonanz. Die Idee zu Adnymics war geboren.
 


• Wie habt Ihr Euch kennengelernt?


Dominik ist Ende 2013 zunächst mit der ersten Idee und einem groben Konzept für intelligente Paketbeilagen gestartet. Relativ schnell wurde Florian, ein langjähriger Freund, mit ins Boot geholt und gemeinsam mit ihm ein erster Prototyp entwickelt. Anfang 2014 kam dann Markus dazu und wir testeten die ersten intelligenten Paketbeilagen zunächst bei einem Pilotkunden, denn es war uns enorm wichtig unser Produkt nah am Kunden zu entwickeln um unnötige Features zu vermeiden.

 

• Was genau ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?


Jeder, der selbst online bestellt, hat bestimmt auch schon die Flyer, die im Paket liegen, einfach ungelesen weggeworfen. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Flyer die Interessen des Kunden oft nicht berücksichtigen und der Empfänger durch die oft hohe Menge an Flyern im Paket abstumpft. Das ist zum einen schade für den Empfänger, denn er wird mit irrelevanter Werbung „zugemüllt“. Zum anderen ist es aber auch schade für den Online-Shop, denn seine Marketing-Kampagne erzielt nicht den gewünschten Erfolg, obwohl der Moment des Entpackens sehr emotional ist. Genau an diesem Punkt setzen wir an und bieten Online-Händlern die Möglichkeit, mit Paketbeilagen ihre Kunden individuell und zielgerichtet zu beraten. So bekommen Online-Käufer keine langweilige Werbung mehr und Händler können mit individualisierten Beilagen effizientere Kampagnen durchführen und die Kundenbindung erhöhen. Im Vergleich zu bisher bekannten herkömmlichen Paketbeilagen können wir so deutlich höhere Wiederkaufraten erzielen.
Das Konzept ist simpel, man kennt das Prinzip bereits aus dem Online-Shopping als personalisierte Angebote im Browser oder in Form von Newslettern, wie z.B. „Das könnte Dir auch noch gefallen“ oder „Zu diesem Produkt passt auch…“.  Das Ganze greifen wir in unseren intelligenten Paketbeilagen auf, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass wir die Produktempfehlungen in Form von mehrseitigen gedruckten Broschüren ausgeben. Dafür haben wir eine eigene Software entwickelt, die zunächst das Shoppingverhalten von Online-Käufern analysiert und daraus passende Produktempfehlungen erstellt. Die Empfehlungen werden dann auf Druckern direkt im Lager des Online-Händlers gedruckt, dem Paket mit der bestellten Ware beigelegt und an den Empfänger versendet. Ein ganz einfaches Beispiel: Man bestellt online eine Jeans und bekommt anschließend in seinem Paket eine personalisierte Paketbeilage mit T-Shirts und Sneakers, die perfekt zu der bestellten Jeans passen, sowie Schuhe, die man sich bereits online angesehen hatte, gezeigt.

 

• Wer hat Euch bei der Gründung unterstützt?


Zu Beginn haben wir uns zum Teil selbst finanziert und wir konnten einige Förderprogramme von unserem Geschäftsmodell überzeugen. So unterstützte uns das Strascheg Center für Entrepreneurship, ein An-Institut der Hochschule München, mit dem Proto-Förderprogramm. Des Weiteren konnten wir das EXIST-Gründerstipendium für unsere Idee gewinnen und auch sehr früh ein sechsstelliges Angel-Investment abschließen.

 

• Habt Ihr an Pitches oder Businessplan-Wettbewerben teilgenommen?


Wir haben an folgenden Wettbewerben teilgenommen:

 

• Was waren die größten Schwierigkeiten, die Ihr auf Eurem Gründungsweg überwinden musstet?


In der Anfangszeit des Start-ups wurden wir - neben der Finanzierung - besonders hinsichtlich der Entwicklung unseres dezentralen Drucknetzes und der Software gefordert. Aufgrund unserer individuellen Vorkenntnisse - Florians Erfahrung aus der IT-Security, Markus Wissen aus einigen Jahren selbstständiger Entwicklung von integrierten Systemen und meinem medientechnischen Hintergrund – konnten wir schon bald einen sinnvollen Prototyp auf die Beine stellen. Trotzdem sind wir hier relativ schnell an die Grenzen unserer bisherigen Erfahrungen gestoßen. Unter anderem Grund hierfür war, dass es keinen ähnlichen Ansatz im industriellen Umfeld  gibt. Somit mussten wir doch einige Hürden nehmen und Räder neu erfinden. Doch langfristig hat es sich bezahlt gemacht, gerade in der Anfangsphase die entsprechende Sorgfalt an den Tag zu legen – die ausgereifte Technologie sowie der Innovationsvorsprung vor anderen Unternehmen beweisen es.


• Welchen Tipp sollten Neugründer unbedingt befolgen?


Was Spaß macht an einer Gründung, ist, nicht nur ein Produkt voranzubringen, sondern auch das Team wachsen zu sehen. Deshalb gilt für uns: People first! Mit diversen kreativen Aktionen (wie beispielsweise Evi, unserer Feelgood-Managerin) haben wir sehr gute Resonanzen von unserem Team erhalten. Dies hat sich vor allem kulturell und motivierend ausgewirkt, sodass wir für uns dieses Learning behalten haben und versuchen diesen Weg weiterhin beizubehalten. Dies hat mittlerweile auch Auswirkungen auf Bewerbungsgespräche, die wir führen. Denn inzwischen wissen wir sehr genau, wen wir wollen und wie diese Leute  in unsere Unternehmenskultur passen. Unser Ansatz ist immer, eine gute Balance zwischen strategischen Herausforderungen und operativem Tagesgeschäft für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Zusätzlich sind unsere Vision, Werte und die Ziele aller Teammitglieder immer und transparent für jeden erkennbar. Dieses persönliche Learning von „product – people – revenue“ hin zu „people – product – revenue“ kann ich nur jedem Start-up ans Herz legen, denn: Ohne gute Mitarbeiter läuft einfach nichts!

 


• Warum habt Ihr Euch für den Standort München bzw. Bayern entschieden?

München, weil

  • Sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten für Start-ups
  • Gute infrastruktur für Unternehmen wie wir, die sich im E-Commerce Umfeld bewegen
  • Medienstadt + viele große und mittlere Online-Händler in und um München
  • Vor allem: das beste Bier der Welt + Oktoberfest! 

 

• Welche Ziele habt Ihr für die Zukunft?


Unsere große Vision, an der wir täglich arbeiten, lautet „Include dynamic ads in every parcel worldwide“. Wir möchten, dass jeder Online-Käufer weltweit irgendwann eine intelligente Paketbeilage von Adnymics in seinem Versandpaket in den Händen hält. Um diesem ambitionierten Ziel näher zu kommen, möchten wir auch in Zukunft weiter expandieren und bauen ein Team in New York auf.

 

• Wo kann ich mehr über Euer Unternehmen erfahren?


Auf unserer Webseite Adnymics.com, unseren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing und YouTube. Oder Ihr kommt einfach auf ein Bier in eines unserer Offices in München, Berlin oder New York vorbei.

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